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Behandlung der Alzheimer-Krankheit

Medikamentöse Therapie

Aktuell sind fünf Medikamente gegen Alzheimer in Deutschland zugelassen, die zwei Wirkstoffgruppen zugeordnet werden können. Eine ganze Reihe von Substanzen sind aktuell in der Erprobung und bringen neue Hoffnung für Alzheimer-Patienten. Die medikamentöse Therapie vermag bisher nur das Herauszögern der Symptome.

Wirkstoffgruppe 1: Acetylcholinesterase-Hemmer (AChEH)

Patienten im leichten und mittleren Stadium der Krankheit: Rivastigmin (Handelsname Exelon®), Galantamin (Handelsname Reminyl®) und Donepezil (Handelsname Aricept®)

Wirkprinzip:

Die Medikamente hemmen den Abbau von Acetylcholin, einem Neurotransmitter (Botenstoff), welcher für die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen verantwortlich und bei Alzheimer-Patienten gestört ist.

Wirkstoffgruppe 2: Methyl-D-Aspartat-Rezeptor-Antagonist (NMDA-Antagonist)

Der Wirkstoff Memantine ist unter dem Handelsnamen Ebixa® und Axura® für mittlere bis schwere Stadien der Alzheimer-Demenz vorgesehen.

Wirkprinzip:

Glutamat dient der Mehrzahl der erregenden Nervenzellen der Hirnrinde als Neurotransmitter, Kalzium reguliert dabei die Erregung der Nervenzellen. Glutamat in Kombination mit Glycin öffnet die Kalzium-Kanäle. Ein Zuviel an Kalzium schädigt die Nervenzellen, der Wirkstoff Memantine reguliert den Zufluss von Kalzium.

Nicht-medikamentöse Therapie

Alzheimer-Patienten benötigen einen möglichst ganzheitlichen Therapieansatz. Neben der Gabe von Medikamenten ist auch der nicht-medikamentöse Ansatz zunehmend von Bedeutung. Aufklärende Gespräche und das Einstellen auf Veränderungen sind hierbei besonders wichtig.

Kognitive und verhaltenstherapeutische Ansätze haben das Ziel, dass der Patient seine Alltagsaufgaben besser bewältigen kann. Die Validationstherapie ist ein emotionsorientierter Ansatz. Schwerpunkt ist hier die Wertschätzung der Gefühle des Patienten. Snoezelen zählt zu den sinnes- und bewegungsorientierten Therapieformen, die auf Beruhigung oder auch Aktivierung abzielen.

Weitere Behandlungskonzepte sind Therapiemodelle mit Aromen, Licht, Tieren, Tanz, Musik sowie Kunst.

Trainings für pflegende Angehörige finden auf der sozialen Ebene statt und schaffen Verständnis für die Defizite von Alzheimer-Patienten.